Montag, 23. März 2015

von Ferien, Urlaub und schlechtem Wetter

Hei!
Diesen Eintrag hier habe ich schon vor etwa einem Monat angefangen, aber es macht immer viel Arbeit zu schreiben und vorallem Bilder hochzuladen! Ausserdem gab es viele Probleme erst mit meinem Laptop und dann mit unserem wlan. Die Winterferien schon zwar schon knapp 5 Wochen her, aber ich hoffe das macht nichts ;)
Ich habe in den Ferien unglaublich viel gemacht und wenig geschlafen (man sollte ja meinen, in den Ferien kann man sich ausruhen, aber neeeeeiiiin ;D), aber die Ferien waren trotz schlechtem Wetter super!
Am Samstag, 14. Februar habe ich natürlich erstmal um 0:04 in Deutschland angerufen und meiner liebsten Christina zum 18. Geburtstag gratuliert! <3
Nach einer viel zu kurzen Nacht habe ich mich dann um 7 auf den Weg zum Bahnhof gemacht, denn ich hab die liebe Tine in Namsos besucht :)
Nach zwei Stunden Zug- und einer Stunde Busfahrt bin ich dann in Namsos angekommen. Da haben wir dann jede Menge geredet, gegessen, geschlafen, wir sind in der Stadt rumgelaufen, hoch auf einen Aussischtspunkt gekraxelt und waren im Kino (Shaun das Schaf "Sauen Shaun" haha).
Namsos liegt direkt am Fjord, umgeben von halbhohen Bergen, das Wetter war super und es war einfach total gemütlich in der Stadt.
Es war so gut, Tine wiederzusehen und ich bin ziemlich sicher, dass ich nochmal hoch fahren werde. Bilder habe ich leider nicht, aber Tine hat viele mit ihrer Kamera gemacht, die ihr auf ihrem Blog anschauen könnt: http://tineinnorway.blogspot.no/

Am Dienstag bin ich dann mittags wieder in Trondheim angekommen und Zuhause habe ich dann Berit und Ola (morfar- also Gastopa) angetroffen, wir haben ein bisschen geplaudert, und weil so gutes Wetter war bin ich dann wieder in die Stadt und in die Bücherei gegangen.
Den Rest des Tages habe ich dann mit packen, schlafen und entspannen verbracht, abends habe ich dann zweieinhalb Stunden (!!!) Berits Haare gekämmt. Sie ist halt nicht so ein grosser fan von Haare kämmen und Haare waschen und dementsprechend war es dann jede Menge Arbeit und Schmerz die Haare wieder zu entfilzen.

Am Mittwoch gegen halb 11 sind wir dann zum Hafen gelaufen weil wir nämlich mit den Hurtigruten- eine ehemalige Postboot- route, die aber zu einer Art Kreuzfahrtschiff umgewandlet wurde, die an jedem Tag von Süd- nach Nordwegen, und zurück fährt.
mehr Infos (sogar auf deutsch) findet ihr hier:

://www.hurtigruten.com/de/?country=DE

Das Schiff, die MS NORDNORGE (MS Nordnorwegen) lag schon am Anleger und die Stimmung auf dem Schiff war einfach total freundlich. Die Leute und Angestellten haben sich normal mit dir unterhalten (auf deutsch/englisch/norwegisch), alle haben dir zugelächelt und alle haben sich über meine kleinen Geschwister gefreut. Wir waren nämlich wirklich die einzige Familie (mit Kindern unter 13 Jahren) und das Durchschnittsalter lag eh eher so bei 50< :D Wir haben seeeeehr viel Zeit in der Kinderecke (bzw. davor) verbracht, ich war ganz viel an Deck und natürlich sind wir auch übers Schiff gelaufen, wobei es da echt nicht so viel zu sehen/machen gab.





Norwegisch- Englisch- Deutsch, so wie alles auf dem Schiff
 


Um 12:00 haben wir abgelegt und die ersten 2 Stunden war das Wetter echt ok, windig, aber man konnte viel vom Trondheimsfjord sehen. Es ist echt sooo schön rund Trondheim und ich will versuchen, ein bisschen mehr aus der Stadt zu kommen und mal Ausflüge machen, wenn das Wetter besser wird.


 
Als wir dann allerdings "aufs offene Meer" gekommen sind, wurde das Wetter schlechter, die Wellen höher und die Sicht eingeschränkter. Ich muss sagen, dass ich ziemlich Seekrank geworden bin und deshalb die ganze Zeit draussen an Deck stand, und vor mich hin gefroren habe. Als es dann schlimmer wurde habe ich mich eine Weile hingelegt und danach war es dann wieder in Ordnung. So gegen 9 hatten wir für eine halbe Stunde in Rørvik angelegt, und weil man ein "Nordlicht" (eigentlich nur leicht grün beleuchtete Regenwolken) sehen konnte, waren jede Menge Leute draussen. Auf dem ganzen Boot waren insgesamt gar nicht so viele Leute, viel weniger als ich erwartet hätte. Und diese wenigen waren dann halt fast alle draussen ;) Da hat mich dann eine echte englische Lady aus London angequatscht und mir ihre Lebensgeschichte erzählt, und ich habe gemerkt, wie viel besser mein Englisch geworden ist. Immer noch nicht gut, aber besser als vorher. Den Abend habe ich alleine in dem Salong gesessen, weil alle aus meiner Familie schon geschlafen haben, und am nächsten morgen haben wir uns um 8 zum frühstücken getroffen. Das Frühstück war wie zu erwarten suuupergut, mit allem was man sich wünschen kann, und wir alle haben ordentlich zugeschlagen.

Gegen 10 war dann eine "Preisverleihung" auf dem Deck, weil es am Tag davor eine Schätzfrage gab, wann wir den Polarzirkel kreuzen werden. Die richtige Zeit war 07:11 - ich hatte 07:13 geschätzt ;) auf jeden Fall wurde eine grosse Show draus gemacht, mit dem Kapitän, und "Neptun" (einem verkleideten Matrosen) und der Gewinner (ein Franzose, der nur 7 Sekunden daneben lag) hat eine Prämie bekommen und eine Kelle voller Eiswürfel von Neptun in den Nacken bekommen. Das nennt man dann "Schifffahrtstaufe", und jeder der wollte bekam die Möglichkeit, sich auch taufen zu lassen. Gezwungenermassen (meine Geschwister wollten das machen, aber haben sich alleine nicht getraut, also musste ich dann mitgehen) habe ich dann auch eine Kelle voller Eiswürfel in den Nacken bekommen, und bin jetzt offiziell schifffahrtsgetauft.

Um 12:30 sind wir in Bodø angekommen, und sind dann zum Haus von der Familie gefahren, bei der wir gewohnt haben. Abends habe ich mich dann mit Anezka aus Tschechien (YFU Austauschschülerin in Bodø) getroffen und wir sind gemeinsam zu einer Tanzshow gegangen, und danach noch zusammen mit einem belgischen Austauschschüler durch die Stadt gelaufen.
Am nächten Tag (Freitag) sind wir nur mit meiner Familie in die Stadt gefahren, waren in der Bücherei, auf dem Dach eines Hotels (so ein Aussichtspunkt), in der Shoppingmall, in einem Cafe und am Hafen, und auf dem Rückweg sind wir dann noch mit allen ausser Isak und Hedda ins Flugmuseum. Abends bin ich zu Anezka, wir haben Essen gekocht und da habe ich dann auch übernachtet. Am nächten morgen bin ich früh nach Hause und bin erst zusammen mit allen zur Kletterhalle gefahren. Die Mutter aus der Familie bei der wir gewohnt haben ist Kletterlehrerin oder so, also konnten wir einfach rein und "machen was wir wollen". Ich bin dann auch einmal komplett nach oben geklettert, was total anstrengend war, aber Spass gemacht hat. Nach 20 Minuten haben Morten (der Vater) und Eivind (der Sohn) uns dann auf den Weg zu Saltsraumen, dem grössten Malstrom (oder Mahlstrom?) der Welt gemacht. Die Landschaft da war die schönste, die ich in Norwegen gesehen habe und auch das Wetter war gut.
http://www.saltstraumen.info/
aus dieser website könnt ihr euch genauere Bilder und Informationen durchgucken, es war nämlich echt schwierig, Bilder zu machen.
Ihr müsst euch das so vorstellen:

http://www.touren-wegweiser.de/Radtour-Norwegen/Radtour-Norwegen-Trondheim-Bodoe-7.html

Bei dem Punkt PlusCamp Saltstraumen ist der Saltstraumen- Malstrom. Er entsteht, weil alles Wasser entweder in den Fjord auf der rechten Seite von dem Punkt, oder aus dem Fjord raus, zurück ins Meer fliesst; und das durch einen sehr kleinen "Durchgang" (?Wort?). Deshalb treffen sich zwei mal am Tag die Wassermassen und der Strom entsteht. Etwa eine Stunde lang kann man dann deutlich die Ströme sehen, und beobachten, wie das Wasser immer schneller wird, bis sich an einem Zeitpunkt die Richtung ändert, weil das Wasser wieder anfängt rauszufliessen.
Leider war es sehr schwierig, von der Seite aus Bilder zu machen, und als wir über die Brücke gefahren sind, wo wir den Strom richtig gut erkennen konnten, war ich nicht schnell genug ein Bild zu machen.
Trotzdem war es unglaublich schön in der Umgebung, und es war schon ziemlich beeindruckend, so einen Strom aus der Nähe zu sehen.
Abends gab es dann für mich nochmal Shaun das Schaf im Kino, und danach sind wir einfach nach Hause, haben gegessen und Abends habe ich mir morfar Ola Yatsy gespielt, die norwegische Version von Kniffel. Ich hab gewonnen haha
Am Sonntag sind wir in die Stadt gefahren, haben Essen und Zeitschriften gekauft und um halb eins ist der Zug zurück nach Trondheim losgefahren. Im Zug haben wir versucht uns irgendwie zu beschäftigen, und um 10 abends (10 Stunden Fahrt!!) sind wir in Trondheim angekommen.
Und damit waren meine norwegischen Winterferien auch schon um! :(

Ich wollte mich auch noch einmal bedanken, bei allen, die so viel an mich denken, und mir Briefe und Karten schicken. Ich freue mich immer sehr, wenn ich Post aus Deutschland bekomme, und auch wenn ich nicht immer antworte, oder zum Antworten lange brauche, nehme ich trotzdem das alles zu Herzen! <3
Ihr fehlt mir alle, aber ich habe hier jetzt wirklich ein Leben, was ich liebe; Leute, die ich vermissen werde, Dinge, die ich vermissen werde; ich denke mehr und mehr auf Norwegisch und ich bin so froh, hier zu sein, und nicht im Januar nach Hause geflogen zu sein, was ich am Anfang unbedingt wollte. Ich freue mich zwar auf Deutschland, und natürlich gibt es hier immer noch oft Momente, in denen ich mich frage, was ich hier eigentlich mache, und in denen ich einfach nur nach Hause will, aber ich verstehe jetzt, was es bedeutet, seine zweite Heimat in einem anderen Land zu haben <3

Hier noch ein paar Bilder von der Reise:
 

 







das Wetter wird schlechter..




Leider ein ü zü vüüül


 
Auf dieser winzigen Insel mitten im Trondheimsfjord...
 
.. war wirklich ein kleines Dorf!



fragt sich nur, was die Leute da machen, wenn man mit dem Boot schon eine Stunde bis nach Trondheim braucht, wie lange braucht man dann mit dem Auto?! :D

 


Die MS Midnattssol in Rørvik

 




Ørnes








Und hier endlich mal ein Foto von der gesamten Familie:
v.l.: Isak, Ich, Hanna, Hans, Bernhard, Hedda, Berit und Opa Ola

 
 
Und damit schliesse ich den ziemlich verspäteten Eintrag ab ;)

Alles Liebe,
Eure Sabine
 
 

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